“Patentrecherche” ist nicht gleich “Patentrecherche”. Je nach Aufgabe einer Patentrecherche sollte man sich gut überlegen, wie vollständig und spezifisch sie sein soll. Leider ist es nicht möglich, beide Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen: Wird eine Recherche sehr spezifisch durchgeführt, so leidet die Vollständigkeit, das bedeutet Informationsverlust. Wird eine Recherche möglichst vollständig durchgeführt, so ist zwar der Informationsverlust minim, man hat jedoch mit einer schieren Informationsflut zu rechnen.
Durch die breite Palette an Informationsquellen bieten wir das ganze Spektrum zwischen den beiden Ausrichtungen “sehr spezifisch” und “sehr vollständig” an. Die Abstufungen der Kriterien Vollständigkeit und Spezifität sind bei uns wichtige Bestandteile bei der Aufnahme eines Rechercheauftrags. Je nach Aufgabe der Recherche wird dann entschieden, welche Anforderungen erfüllt werden müssen.
1.
DWPI nur im Titel gesucht.
Vollständigkeit: schlecht
Spezifität: sehr gut
Verwendung: Grobe Übersicht mit sehr guten Treffern.
2.
DWPI in allen Feldern gesucht.
Vollständigkeit: relativ gut
Spezifität: gut
Verwendung: Gute Übersicht mit guten Treffern.
3.
DWPI in allen Feldern + Original- und Volltextdatenbanken in Titel,
Abstract, Claims gesucht. Inkl. INPDOC/DocDB (entspricht Espacenet).
Vollständigkeit: gut
Spezifität: weniger gut (vermehrt irrelevante Treffer)
Verwendung: Gute Vollständigkeit mit guten Treffern, aber auch irrelevanten Treffern.
4.
DWPI in allen Feldern + Original- und Volltextdatenbanken in allen Feldern gesucht.
Vollständigkeit: sehr gut
Spezifität: schlecht (sehr viele irrelevante Treffer)
Verwendung: Sehr gute Vollständigkeit mit guten Treffern unter vielen irrelevanten Treffern. Letztere Tatsache führt in der Regel dazu, dass die Auftraggeber maximal bis zur Stufe 3 gehen möchten.
Neben der Auswahl der “richtigen” Datenbanken spielt selbstverständlich auch die Auswahl, richtige Definition und Kombination der Keywords und Patentklassen eine wichtige Rolle.